Bananen-Zimt-Porridge

Bananen-Zimt-Porridge

Mal ehrlich: Porridge ist nicht gerade dafür gemacht, auf der Titelseite von Koch-Zeitschriften zu landen. Und auch geschmacklich macht er im Grundzustand nicht wirklich was her. Wer die anfängliche Skepsis aber mal überwunden hat und ein bisschen anfängt zu experimentieren, der wird feststellen, dass man doch ’ne Menge aus ihm rausholen kann.

Die richtige Basis:

Haferflocken. Klar. Aber welche?

Instant Oats. Die lösen sich besonders schnell auf. Das Problem: der Hafer wird vorgegart, getrocknet, ausgerollt usw. Dabei wird er stark erhitzt und ein großer Teil der Inhaltsstoffe geht verloren. Außerdem sind Instant Oats durch die starke Verarbeitung leicht zu verdauen, was zur Folge hat, dass unser Blutzuckerspiegel schnell ansteigt und demzufolge auch der Insulinspiegel.

Schon besser: Rolled Oats oder Old-fashioned Oats (die stinknormalen Haferflocken). Die werden platt gerollt und haben im Verhältnis zu ihrer Masse schon eine deutlich kleinere Oberfläche als Instant Oats, brauchen also auch etwas länger, um gar und verdaut zu werden.

Gewinner in Sachen glykämischer Index: Steel Cut Oats. Für die wird das Haferkorn in grobe Stücke „geschnitten“. Du musst allerdings auch eine längere Garzeit (ca. 30 Minuten) in Kauf nehmen.

Was, wenn du nicht die Zeit hast, jeden Morgen 30 Minuten auf dein Früstück zu warten? Du kannst, egal welche Sorte, Haferflocken ganz easy für mehrere Tage vorkochen und morgens nur noch aufwärmen.Wenn du’s noch besser machen willst, weichst du die Haferflocken vorher noch ein. Dadurch wird die enthaltene Phytinsäure abgebaut, die sonst Eisen und andere Mineralstoffe bindet und so deren Aufnahme erschwert.

Bananen-Zimt-Porridge

Alles eine Frage der Gewürze:

Warmes Frühstück gibts bei mir hauptsächlich im Winter, daher ist Zimt fast immer dabei. Wenn’s noch weihnachtlicher und kuscheliger werden soll, passt auch Kardamom, Nelken, Kurkuma oder ähnliches. 

Gut kombinieren kannst du auch Vanille und Kakao (der enthält Kalzium, Magnesium, Eisen, Antioxidantien, Theobromin, Flavonoide und gesunde ungesättigte Fettsäuren (also bloß nicht sparsam sein damit).

Das Topping:

Wenn wir ehrlich sind, essen wir Porridge doch alle nur wegen der Toppings. Obst, Obstkompott, Nüsse, Samen, Nussmus etc. machen es überhaupt erst lecker.

Ich habe mich zum ersten Mal an Kochbananen gewagt, was extrem lecker war! Du kannst aber natürlich auch ganz normale Bananen nehmen.

Leinsamen, Nüsse, Nussmuse oder kaltgepresstes Leinöl versorgen dich übrigens mit gesunden Fetten und sorgen dafür, dass dein Körper länger braucht, um die Kohlenhydratketten im Hafer zu spalten. Du bleibst also länger satt.

Leinöl über das Frühstück zu kippen klingt vielleicht komisch, macht aber gerade für Veganer Sinn, um sich mit ein paar guten Omega-3-Fettsäuren zu versorgen.

So schlecht schmeckt’s außerdem gar nicht. Vertrau mir!

Bananen-Zimt-Porridge

Zutaten:

Für das Porridge:

40g Haferflocken

170ml Wasser

Zuckerrübensirup

1/4 TL Zimt

Außerdem:

1/2 Kochbanane

vegane Butter (oder Kokosfett)

Zucker

Zuckerrübensirup

Zimt

Pflanzenmilch

Walnüsse, Haselnüsse, Leinsamen, etc.

Leinöl

Zubereitung:

  1. Haferflocken in Wasser (oder Pflanzenmilch) aufkochen, Zimt und Zuckerrübensirup nach Geschmack einrühren. Herd ausschalten und bis die Bananen fertig sind alles abgedeckt quellen lassen.

  2. Banane in ca. 1 cm-dicke Scheiben schneiden und in veganer Butter (oder Kokosfett) bei mittlerer bis hoher Stufe anbraten; etwas Zuckerrübensirup oder Zucker hinzugeben, um die Bananen zu karamellisieren. Mit Zimt würzen.

  3. Porridge zum Servieren in eine Schüssel geben, etwas Pflanzenmilch darübergießen und mit Bananen und grob gehackten Nüssen oder Samen servieren.

Tipp:

Wenn du die Haferflocken am Vortag einweichst, brauchst du sie am Morgen nur noch aufzuwärmen. So lässt sich Porridge auch gut für mehrere Tage vorbereiten.

Bananen-Zimt-Porridge

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